Reviews 2003      
         
  Metalnews.de      
     
         
  Reviews 2002  
         
  Hammer Teil1 Teil2  
         
  Das Mordor Magazin schrieb am 04.10.2002:  
         
  Als ich gehört habe, dass Desaster und Holy Moses in der Oberpfalz spielen werden, war für mich klar,
dass ich da hinmusste. So machte ich mich auf den Weg in das ca. 100 km entfernte Neukirchen und nach einigen Schwierigkeiten, diesen Ort zu finden, war ich letztendlich gegen 14 Uhr vor Ort. Die erste Band Eternal Grieve hatte ich verpasst, allerdings hörte ich von einigen Leuten, die ich traf, dass sie nicht schlecht gewesen sind. Ein Blick auf den Plan und der erste Schock: Desaster spielen bereits um 15 Uhr!
Für mich war klar, dass da nicht so viel los sein wird. Erfreulicher war jedoch, dass zuvor Fatal Embrace spielen werden, was mir neu war.

Aber als ich dort angekommen war, waren gerade mal 20 Leute von denen, von mir mal abgesehen, alle gelangweilt weit entfernt von der Bühne waren. Die fünf Berliner spielten nur ca. 20 Minuten, da sie Probleme mit dem Verstärker, etc. hatten! Jedoch spielten sie ihr Set absolut souverän durch und konnten mich wirklich überzeugen. Songs wie ?Under My Sadistic Reign? sind einfach geile Thrash Songs, die völlig nach den 80igern klingen. Danach war es Zeit für Desaster...wie schon gesagt, ich hatte nicht viel Leute erwartet, aber dass gerade mal 25 Leute, von denen nur 5-6 vor der Bühne bangten, hatte mich doch überrascht.
Jedoch war ihr Gig das Highlight des Tages! Sie spielten Songs von allen Alben wie ?Devil`s Sword? , ?Sacrilege?, ?Necropolis Karthago? oder ?Metalized Blood?. Der neue Sänger Sataniac konnte mich auch voll überzeugen; er klingt Occulto nicht ganz unähnlich, nur sind die vox etwas tiefer. Einziger Wehrmutstropfen war die Spielzeit von gerade mal einer halben Stunde! Danach wurde es langweilig, denn Lacrimas Profundere kamen an die Reihe., die langweiligen Gothic Metal / Rock spielten. Zudem sah noch ihr Sänger ultraschwul aus und er trug die Hosen so, dass sein Arsch rausschaute...pfui! Als nächstes wären Burden Of Grief an der Reihe, doch sie waren noch nicht aufgetaucht und stattdessen spielten zuerst Dark Faces, die auch eine Art Gothic Metal fabrizierten und mir auch etwas besser gefielen als Lacrimas Profundere! Dennoch ist auch ihre Musik nicht gerade mein Geschmack, aber das war das erste mal dass das Publikum mitmachte und in grösseren Mengen vor der Bühne stand. Burden Of Grief fanden doch noch den Weg nach Neukirchen und spielten dann melodischen Death Metal der schwedischen Art. Auch wenn ich kein Fan solcher Musik bin, muss ich doch gestehen, dass sie die besten seit Desaster waren! Ein Maiden Cover wurde in Form von ?The Trooper? auch gespielt. Nach zwei Zugaben war auch schon wieder Schluss. Als nächstes kamen Seasons In Black an die Reihe, die Band um den Veranstalter dieses Konzertes. Bei diesem Gig rasteten die meisten Zuschauer völlig aus, was mir ehrlich gesagt verwundert, konnte mich doch ihre Mischung aus Death und Black Metal mit einigen Keyboard Einschüben und etwas Hardcore Einflüssen gar nicht überzeugen! Ich fand es eher langweilig! Selbiges galt auch für Die Apokalyptischen Reiter, deren Parodie von Metal ich schlichtweg schlecht fand, ganz im Gegensatz zum Publikum, bei dem eine ähnliche Begeisterung auftrat wie bei der Band zuvor. Metal is no fun ! Danach wurde es Zeit für Holy Moses, und sie legten wahrlich einen Höllengig vor! Es wurden sowohl alte wie auch neue Songs gespielt, bei denen nur noch gebangt werden konnte! Sabina halte ich nach wie vor für die beste Metal Sängerin überhaupt! Bei diesem Auftritt standen immerhin ca. 350 Leute vor der Bühne. Die Headliner Haggard habe ich jedoch nicht mehr angeschaut, da mich ihre Mucke gar nicht interessierte. Insgesamt ein gelungenes Festival, bei dem es bei einem Preis von 13 ? bei so vielen Bands nichts zu meckern gab!